Archiv für Dezember 2012

2012. Ein persönliche Bilanz in 296 Worten.

Ein Beitrag zum Themengebiet Leben., geschrieben am 29. Dezember 2012 von Thomas.

So. Geschafft. Na ja, fast. 2012, Du warst echt ziemlich gut zu mir. Danke. Aus tiefstem Herzen. Als ich vor gut einem Jahr an Dich appellierte, Du mögest mir doch bitte etwas mehr Ausgeglichenheit als 2011 schenken, da konnte ich noch gar nicht ahnen, was Du, mein liebes Jahr, darunter verstehen würdest. Denn in 2012 war ich so rastlos, wie schon lange nicht mehr . Und hab so viel erlebt, das würde glatt auch noch für 2013 und 2014 reichen. Waren 2011 noch fürchterlich und wahnsinnig die Wortes des Jahres, so sind dies 2012 wahnsinnig und wundervoll.

Los ging es schon ziemlich früh, nämlich Anfang Januar, mit dem wohl bemerkenswertesten und beeindruckendsten Abendessen aller Zeiten. In einem Restaurant, das, rückblickend betrachtet, dem, was dann noch alles folgen sollte, überhaupt nicht angemessen war. Aber dafür waren wir dann ja noch im Tantris, in der Insel, im Louis C. Jacob, auf der Wiesn, auf Mykonos und in Südtirol. Passt schon. 2012 war aber nur unser erstes Kapitel. Und es werden viele weitere folgen. Da bin ich ganz sicher …

Im Job lief es gut, auf angenehm hohem Niveau, ohne dass es ein absolutes Highlight, aber auch keine totale Katastrophe gab. Konsolidieren, nennt man das wohl. Wir haben schöne Kampagnen und interessante Projekte gemacht, auf die ich natürlich mal wieder echt stolz bin. Und ich hab einmal mehr mit Menschen gearbeitet, die mir viel bedeuten und mit denen ich auch im nächsten Jahr neue Impulse setze. Denn das, das habe ich mir mit der Agentur in jedem Fall vorgenommen.

Also. Ich lege jetzt noch schnell ein paar Flaschen Wein auf Eis, um dann mit Dir, 2012, ordentlich Silvester zu feiern. Und um 23.59 Uhr, mein Lieber, da sag ich Dir noch mal danke und hoffe, dass 2013 am Ende auch so gut zu mir war, wie Du. Sprich mal mit Deinem Nachfolger, okay?

Upgrade.

Ein Beitrag zum Themengebiet Leben., geschrieben am 23. Dezember 2012 von Thomas.

Das Upgrade von Zucker ist Honig.
Das Upgrade von Schlaf ist ein Traum.

Das Upgrade von einem Gedanken ist eine Tat.
Das Upgrade von einem Lied ist ein Ohrwurm.

Das Upgrade von einem Streit ist eine Diskussion.
Das Upgrade von einer Wohnung ist ein Zuhause.

Das Upgrade von einem Wort ist ein Versprechen.
Das Upgrade von mir … das, das bist Du.

(frei nach Jana Liebig)

Euch – Ihnen – allen einen schönes, ruhiges, friedvolles, leckeres Weihnachten 2012. Macht – machen Sie – was draus. Zum Beispiel gutes, neues Jahr 2013, mit allem, was dazu gehört. Sucht es Euch – Sie es sich – aus. Alles Gute!

Alle Jahre wieder … »Jazz« von Ken Burns.

Ein Beitrag zum Themengebiet Hören., geschrieben am 18. Dezember 2012 von Thomas.

(Ja, der mit dem Effekt.) Derweil da draussen Adventskränze angezündet, Gänse gebraten und Weihnachtsmärkte überrannt werden, bilde ich mich lieber weiter und gucke mal wieder ein paar Folgen des großartigen Doku-Projekts Jazz auf DVD. Das sei jedem ans Herz gelegt, der dieser Musik ganz nah kommen möchte. Punkt. Den Rest überlasse ich der Musikwoche, der ich prinzipiell aber Recht gebe:

Als im Jahr 2000 die zwölfteilige Dokumentationsserie mit dem schlichten wie umfassenden Titel Jazz im US-Fernsehen gezeigt wurde, sorgte sie für ein gewaltiges Medienecho. Das lag nicht nur an den sage und schreibe 13 Millionen Dollar Produktionskosten, die die in Kooperation mit der BBC entstandene Reihe verschlungen hatte. Vielmehr trat Jazz eine ideologische Debatte los, die bis heute noch andauert. Denn das von dem renommierten Dokumentarfilmer Ken Burns betreute Projekt wollte mehr sein als eine reine Geschichtsstunde über die Jazz-Musik. Es ging auch um die Rolle der Afro-Amerikaner in der amerikanischen Kultur: “Jazz ist die Formel Amerikas”, heißt es bedeutungsschwer gleich zu Beginn der insgesamt zwölf Stunden. Dabei richtete sich die Kritik niemals gegen die Tatsache, dass es tatsächlich die Schwarzen waren, die mit dem Jazz die wohl wichtigste und originäre Kunstform Amerikas geschaffen haben. Attackiert wurde die rückwärtsgewandte Anschauung des Jazz-Trompeters Wynton Marsalis, der als Senior Creative Consultant die musikalische Ausrichtung des Projekts maßgeblich bestimmt hat.

Für ihn ist etwa Louis Armstrong der Inbegriff und der Johann Sebastian Bach des Jazz, nicht Miles Davis. So beschäftigen sich die ersten zehn Folgen mit der Zeit von Mitte des 19. Jahrhunderts bis 1955, während die danach folgende Moderne in drei Folgen abgehandelt wird und in der These endet, dass der Jazz in den 70er-Jahren auf einen – elektronischen – Irrweg geraten sei und nur durch eine konsequente Rückbesinnung gerettet werden könne. Dennoch bleibt das gigantische Projekt, das in mühevoller Archivarbeit beeindruckende Bilder aus allen Epochen zusammengetragen hat, die wohl wichtigste und lehrreichste Arbeit über den Jazz. Auch die letzten vier Folgen, die bis in die Gegenwart reichen, sind hochinteressant, weil hier Marsalis Ideologie am klarsten zutage tritt. Aber zum Streit, wie wichtig Miles Davis, John Coltrane und der Fusion Rock wirklich waren, bieten diese Folgen hervorragendes Anschauungsmaterial.

Weil ich ja Hannover irgendwie mag …

Ein Beitrag zum Themengebiet Anmerken., geschrieben am 13. Dezember 2012 von Thomas.

Petrolicious. Schönes Format auf Vimeo.

Ein Beitrag zum Themengebiet Fahren., geschrieben am 7. Dezember 2012 von Thomas.

Deutsche Telekom. Fast noch Service-Weltmeister.

Ein Beitrag zum Themengebiet Anmerken., geschrieben am 3. Dezember 2012 von Thomas.

Ich bin weder chronisch unzufrieden, noch servicemäßig gefrustet. Aber was ich zwischen Juni und November 2012 mit der Deutschen Telekom und dem Kauf ihres Produktes Entertain erlebte, das war schon bemerkenswert. Ich schrieb am 20. November darüber.

Nach dem allerersten hochoffiziellen Brief meines Lebens an ein Vorstandsmitglied eines großen Konzerns passierte also Folgendes:

16. und 17. November: Gleich drei Briefe von der Telekom. Eine Eingangsbestätigung meines Schreibens, ein Friedensangebot über 90 € und ein neuer Termin zur Aufschaltung von Entertain für den 26. November 2012.

20. November: Zwei Anrufe einer sehr bemühten und sehr freundlichen Dame aus dem Vorstandsbereich der Telekom. Es tut uns leid. Wir haben Verständnis. Da ist wohl Einiges schief gelaufen. In der Tat. Sie bestätigt mir den verbindlichen Anschlusstermin, also den 26. November 2012. Super, sage ich, aber ich möchte, dass ein Techniker vor Ort ist, der die seit Monaten tote Konfiguration überprüft und alle endgültigen Einstellungen vornimmt. Kein Problem sagt sie, sie bucht einen neuen Installationsservice, der sich am Tag X mit mir in Verbindung setzten wird. Ich bitte sie, mir diesen nicht zu berechnen, schliesslich hätte ich im Juni ja schon einmal einen bezahlt, der sich dann ja eher als Abschaltservice erwies. Kein Problem sagt sie, noch einmal, der müsse mir zwar berechnet werden, würde aber sofort wieder gutgeschrieben werden. Immer noch Behörde, halt. Oder, gut, einfach ein Riesenladen.

26. November: Ziemlich pünktlich um 13 Uhr klingelt das Mobiltelefon. Der Installationsservice. Bin in 30 Minuten da, sagt der. Gut, wurden dann 50, ist aber egal, denn schon bevor er kam, klickte und knackte und blinkte (!) mein Router. Offensichtlich tat sich was im Netz. Plötzlich war DSL, dann auch Telefonie als Feature verfügbar. Kaum war dies geschehen, klingelte der Telekom-Mann an der Tür. Alles wird gut, dachte ich. Korrekt. Nach gut 30 Minuten lief alles, hatte ich schnelles Internet, VoIP-Telefonie und Fernsehen in High-Def! Geht doch.

27. November: Der vor einer Woche bereits versprochene finale Anruf der sehr freundlichen Dame aus dem Vorstandsbereich der Telekom erreicht mich tatsächlich auf meinem Mobiltelefon. Leider auf einer Internet-(Un)Konferenz in Hannover, dem ConventionCamp, mitten in der Keynote von Julian Assange. Natürlich sprach der nur über Skype aus London. Kein Witz. Diesmal musste ich die Gute leider abwürgen, sie verspircht mir aber, sich noch mal zu melden. Wahrscheinlich um sich zu erkundigen, ob nun alles gut sei. Ist es. Ich bin begeistert.


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