Es lebe die Revolution?

Ein kluger Mann hat mal gesagt: You will lose every client you have. The only question is when. Das beschreibt gut, wie sich die generelle Endlichkeit von allem auch in der Wirtschaft niederschlägt. Nichts ist für die Ewigkeit gemacht, Beziehungen zwischen Unternehmen und ihren Werbeagenturen schon mal gar nicht. Zu oft wechseln mittlerweile die Protagonisten in den Marketingabteilungen, zu häufig wird der Agentur-Pitch als Mittel zur Behebung von Problemen jeglicher Art eingesetzt. Sei es nur, um aktives Handeln zu simulieren. Diese Entwicklung könnte sich mittelfristig als Innovationsblockade entpuppen. Und zwar dann, wenn Marketingleute versuchen, die Kommunikation für ihre Marke alle zwei Jahre mit wechselnden Partnern neu zu erfinden, anstatt sie sinnvoll weiterzuentwickeln.

So beginnt ein Gastartikel des Kollegen Stefan Kolle auf Handelsblatt.de, gepostet am 23, Mai 20123. Und damit hat er, in den allermeisten Fällen, absolut Recht. Ich arbeite für Kunden zwar schon seid über 20 Jahren. Aber es gab auch immer wieder Fälle, da war die Zusammenarbeit nach etwas mehr als einem Jahr schon wieder beendet. Weil der Mann, der uns einst holte, selber nicht mehr im Unternehmen war und sein Nachfolger erst einmal etwas, wahrscheinlich alles, anders machen wollte. Der dann wiederum selbst im übrigen die Probezeit nicht überstand. Egal, raus waren wir trotzdem. Oder der Fall der Fusion eines Altkunden mit einem Nichtkunden. Plötzlich hatte im Marketing die Nichtkundenseite das Sagen und tauschte mehr oder weniger alle Dienstleister des Fusionspartners Stück für Stück aus. Der Wahnsinn hat Methode.

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