Archiv für das Themengebiet 'Leben.'

Sarah Connor. »Wie schön Du bist«.

Ein Beitrag zum Themengebiet Leben., geschrieben am 23. Oktober 2015 von Thomas.

Als Person kann ich mit ihr wenig anfangen, als Sängerin ist Sarah Connor aber toll. Davon konnte ich mich sogar einmal persönlich überzeugen. Auf einer Art Wohnzimmerkonzert, nur gut zwei Meter von ihr entfernt. Aktuell singt sie auf deutsch. Und es gibt zumindest einen Song auf ihrem Album Muttersprache, der mich tief berührt und den ich, sagen wir mal, im doppelten Sinne … verstehe.

Ich seh’ dein’ Stolz und deine Wut
Dein großes Herz, dein Löwenmut
Ich liebe deine Art zu geh’n
Und deine Art mich anzusehn
Wie du dein’ Kopf zur Seite legst
Immer seh ich wie`s mir geht
Du weißt wo immer wir auch sind
Dass ich dein zu Hause bin
Und was das mit mir macht
Wenn du jetzt lachst
Seh ich

All deine Farben
Und deine Narben
Hinter den Mauern
Ja ich seh dich
Lass dir nichts sagen
Nein, lass dir nichts sagen
Weißt du denn gar nicht
Wie schön du bist?

Jeder Punkt in deinem Gesicht
Ist so perfekt, rein zufällig
Es gibt nichts schöneres als dich
Und ich hab das alles so gewollt
Den ganzen Terror und das Gold
Ich habe nie was so gewollt

(Text: Sarah Connor, Peter Plate – ja, richtig, die männliche (bessere?) Hälfte von Rosenstolz – und Ulf Leo Sommer)

Der etwas andere Text für ein Hochzeitsmagazin.

Ein Beitrag zum Themengebiet Leben., geschrieben am 14. September 2015 von Thomas.

Im SPIEGEL habe ich mal gelesen, dass Lemmy Kilmister mal gesagt haben soll, dass es ewig gedauert hat, bis die Musik, die sie mit Motörhead machen, so billig wirkt … Kann allerdings auch sein, dass das Donatella Versace über ihr Gesicht gesagt hat, ich kann mich heute (Montag, der mit Abstand immer noch fieseste Tag der Woche) beim besten Willen nicht daran erinnern … Heutzutage ist Musik zu machen, dagegen idiotensicher. Umso rätselhafter ist, warum viele Resultate (Lana Del Ray, Years & Years und, Achtung, ganz schlimm, Namika) dann so fies plastisch und klinisch tot klingen. Warum gibt sich niemand mehr Mühe, inspirierend zu sein? Wo ist bloß der Jazz geblieben, mmhh?

Zum Glück gibt es aber immer noch Kollaborationen, die sollen morgens um fünf mal aus einer Gaybar im Schmuddelviertel Londons getorkelt sein (George Micheal und Andrew Ridgeley, »Wham!«), und dann gibt es welche, die hätten sich direkt in einem Kinderzimmer entwickeln können (Nick Cave und Kylie Minogue, »Where the wild roses grow«), so putzig ist das, was da zusammengesteckt wurde. Kollaborationen begeistern (Burt Bacharach und Elvis Costello, ZDFneo und Jan Böhmermann), und bringen Unglück über die Welt (Lafer und Lichter, Jimmy Choo und H&M).

Und dann geschehen immer wieder Kollaborationen, mit denen man nicht rechnet, und die einfach nur schön sind, bei denen man denkt: Genau, passt doch, wieso nicht schon früher. Und ehe man sich versieht, also plötzlich, P., bist Du nun genau das, was Du ja schon lange sein wolltest. Also ein Ehemann. Mit einer Ehefrau, T., die ehe sie sich versah … stimmt doch, oder? Kurz »Ehe« heißt diese Kollaboration, in der alles möglich und nichts ausgeschlossen ist. Heute im Himmel, morgen in der Hölle, nachts mal im Paradies und zwischendurch ist immer auch ein wenig Hoffnung dabei, dass das alles schon irgendwie laufen wird. Ich weiß, wovon ich rede … Aber glaube mir, ich überreiße aus Stilgründen auch ganz gern mal den Lautstärkeregler.

Heute ist also nun Hochzeit, die Autos sind geschmückt, die Augen glänzen und die Schuhe auch. Irgendwer hat hoffentlich guten Wein kalt gestellt und spielt später bessere Musik (Motörhead? No, no, no!). Alle sind ganz aufgeregt, es regnet Blumen und hagelt die besten Wünsche von allen Seiten. Und morgen? Wird der Saal gekehrt und dann geht es ja erst richtig los. Morgen ist Tag eins auf der gemeinsamen Reise mit so schönen Meilensteinen wie dem ersten gemeinsamen Arztbesuch (Schwanger? Ich flipp aus!), Lederne Hochzeit (Drei Jahre, was schenkt man sich da bloß?) und letzter gemeinsamer Kreditkartenabrechnung (380 €? Nur bei Zalando? Ich glaube es hackt!). Mach was draus.

Hannover von oben.

Ein Beitrag zum Themengebiet Leben., geschrieben am 9. April 2015 von Thomas.

Mist. Bin ja leider gerade erst umgezogen.

Ein Beitrag zum Themengebiet Leben., geschrieben am 4. März 2015 von Thomas.

Weihnachten! Es ist Weihnachten!

Ein Beitrag zum Themengebiet Leben., geschrieben am 24. Dezember 2014 von Thomas.

„Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, dass alle Welt geschätzt würde. Und diese Schätzung war die allererste und geschah zur Zeit, da Quirinius Statthalter in Syrien war. Und jedermann ging, dass er sich schätzen ließe, ein jeder in seine Stadt. Da machte sich auf auch Josef aus Galiläa, aus der Stadt Nazareth, in das jüdische Land zur Stadt Davids, die da heißt Bethlehem, weil er aus dem Hause und Geschlechte Davids war, damit er sich schätzen ließe mit Maria, seinem vertrauten Weibe; die war schwanger. Und als sie dort waren, kam die Zeit, dass sie gebären sollte. Und sie gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe; denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge.

Und es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Felde bei den Hürden, die hüteten des Nachts ihre Herde. Und der Engel des Herrn trat zu ihnen, und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie; und sie fürchteten sich sehr. Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids. Und das habt zum Zeichen: ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen. Und alsbald war da bei dem Engel die Menge der himmlischen Heerscharen, die lobten Gott und sprachen: Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens.“

Ich wünsche Euch allen eine besinnliches Weihnachtsfest voller Frieden und Freunden. Hattet Ihr ein gutes Jahr, dann soll das nächste auch so werden. War es schwer, dann vielleicht leichter … aber erst einmal … stille Nacht!

Was ja gern einmal im Tagesgeschäft vergessen wird.

Ein Beitrag zum Themengebiet Leben., geschrieben am 9. Oktober 2014 von Thomas.

Von sozialem Klebstoff, der sich in Luft auflöst.

Ein Beitrag zum Themengebiet Leben., geschrieben am 10. September 2014 von Thomas.

Es ist doch eigentlich gar nicht so schwer: Man sagt “Guten Tag” und “Auf Wiedersehen”, gerne auch einmal Varianten davon aus irgendeinem Dialekt oder in einer anderen Sprache, “Bitte” und “Danke”, “Entschuldigung” und “Macht nichts”. Man ist grundsätzlich einmal nett zu einander. Es scheint jedoch, als würden alle diese Umgangsformen langsam in der Versenkung verschwinden.

Neulich an der Supermarktkasse. Ich hatte es vorher nicht mehr zu einem der raren Geldautomaten meiner Hausbank geschafft. Daher wollte oder musste ich meinen Warenkorb mit Kreditkarte bezahlen. Knapp 40 €, keine 4,40 €. Da mittlerweile alle Gesellschaften nach und nach ihre Karten mit PINs ausstatten, bekomme ich immer mehr davon. Allein in meiner Brieftasche muss ich mir zur Zeit fünf PINs für fünf Karten, privat und geschäftlich, merken. Da kann man schon mal ins Grübeln kommen. Zumal, wenn es mal gerade halb zehn am Sonnabend ist. Ich tippe also einen meiner richtigen PINs zur offensichtlich falschen Karte in dieses Kartenlesegerät. MÄÄÄP. Ich versuche es noch einmal. MÄÄÄP. Ein älterer Mann hinter mir, ich würde sagen 70,  der einzige in der ganzen Schlange, fängt augenblicklich lauthals an zu pöbeln und derartig seinen Kopf zu schütteln, das ein Schleudertraum droht. Ich entschuldige mich noch, er hört trotzdem nicht auf und wechselt mich wüst beschimpfend die Kasse. Fassungslos wechsele ich die Karte, die dann funktioniert, sacke meine Einkäufe ein und verlasse den Markt.

Einige Tage später im Restaurant. Ich mache extern Mittag, das kommt ungefähr nur alle zwei Monate vor, ist für mich also etwas Besonderes, auf das ich mich freue. Ich betreten den Laden, den ich eigentlich sehr schätze, allein. Der Kellner guckt, als hätte ich Lepra. Einen Tisch, bitte. Nur für sie? Ja, Hier vorne (neben der Tür) ist noch frei. Äh … der halbe Laden ist leer. Alles reserviert. Ab wann? Ab jetzt. Leicht genervt setzte ich mich mitten den Gang. Zehn Minuten vergehen. Nichts passiert. Die Karte, bitte. Platsch. Aus fünfzig Zentimeter Höhe plumpst das Ding auf den Tisch. Ohne zu fragen, ob ich etwas trinken möchte. Ich wähle Vorspeise und Hauptgang, Wasser und Wein. Und warte. Das Personal deckt in aller Seelenruhe leere Tisch ein. Ich? Werde nicht beachtet. Andere Gäste um mich herum schon. Die sind ja auch zu zweit oder viert. Ich würde gern bestellen. Moment! Der Kollege kommt gleich. Ich so: Ich habe Pause! Ach so. Exotischer Umstand in einem für Businesslunch bekannten Laden. Das Essen kommt, die Küche ist immer noch gut. Wenigstens was. Denn auch beim Zahlen muss ich mich wieder aktiv um meine Wünsche kümmern. Frustriert verlasse ich das (immer noch halb leere) Restaurant. Vielleicht läuft der Nachmittag im Büro ja besser. Mahlzeit.

Johnny Express. Kurzer Film. Großes Kino!

Ein Beitrag zum Themengebiet Leben., geschrieben am 12. Juni 2014 von Thomas.

Alles hat ein Ende. Nur der Flur hat zwei.

Ein Beitrag zum Themengebiet Leben., geschrieben am 12. Mai 2014 von Thomas.

Am 17.01.2013 bin ich es angegangen. Nun ist es endlich soweit. Und fertig. Und schön. Bis in die Details. Wenn Ihr mal schauen wollt … gerne. Das Leben und die Themen der letzten drei Monate sind im übrigen auch der Grund, warum es hier in dieser Zeit, also eigentlich schon das ganze Jahr, ich weiß, nicht wirklich viel zu lesen gab. Das möchte ich gerne wieder ändern. Hoffe, es gelingt. Wenn die letzte LP verräumt, das dickste Buch geordnet und das Netzwerk stabil ist. Die Bilder aufhängen? Ach, das kann dauern. Wahrscheinlich bis zum Winter. Oder so.

2013. Eine persönliche Bilanz in 230 Worten.

Ein Beitrag zum Themengebiet Leben., geschrieben am 31. Dezember 2013 von Thomas.

Ich habe es ja schon vor einen Jahr geahnt: 2013 wird aufregend, wundervoll, einmalig. Und ich hatte Recht … Ich bin fast bis an das Ende der Welt geflogen und habe auf dieser Reise auch mal dem Teufel in den Schlund geschaut. Ich habe ja gesagt, weil es kein nein für mich gab und halte das bis heute für die beste Entscheidung aller Zeiten. Ich habe bei mir Zuhause bei paar Sakkos zusammengeschoben, ein paar Schubladen entrümpelt um Platz für neues Leben in meinem Leben zu machen. Ich habe ein neues Dach für unsere drei Köpfe gefunden und im April wohnen wir so, wie wir uns das fast ein Jahr lang in unseren Gedanken zusammengebastelt haben. Ganz schön viel passiert in nur einem einzigen Jahr.

Aber wie es immer so ist: Bei so viel Gutem und Schönem gibt es natürlich auch Ärgerliches und Widersinniges. Wäre ja auch gelacht, wenn mal alles glatt laufen würde … Arbeiten machte in jedem Fall schon einmal mehr Freude als nun gerade in diesem Jahr. Das lag an völlig unterschiedlichen Dingen. Von unglücklichem Timing über plötzlich geänderte Vorzeichen bis hin zu einer klaren Haltung. Die mich antreibt, stets Qualität abliefern zu wollen, diese dann aber auch nicht verschenken zu können … Der Rest war ziemlich gut und ist eine gute Basis für ein erfreuliches 2014. Das wünsche ich mir. Und Euch. Was immer das für jeden am Ende bedeutet.


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