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Ihme-Rauschen.

Ein Beitrag zum Themengebiet Trinken., geschrieben am 5. Dezember 2011 von Thomas Lasser

Das 11 A am Küchengarten hat sich und seinen Gästen eine Weinbar gegönnt. Wird Linden jetzt endgültig ein Mekka für Gourmets?

Hefte raus, Gastarbeit: Wo kann man sich in Hannover an einer gut gemachten Bar mit Stil und Geschmack voll und ganz dem Alkohol widmen? Bars in Restaurants lassen wir mal weg. Hotels natürlich auch … na … wer hat hier Ideen? Bernd? Casa, okay, kultiger Klassiker. Sandra? Oscars. Jaaa … aber ganz schön viele Krawatten. Jan? Pepes. Gibt`s das überhaupt noch? Noch jemand? Keiner? Dann kommt jetzt mal alle mit ins Ihme-Rauschen, der nagelneuen Weinbar von Verena Schindler und Christoph Elbert, die schon mit dem 11 A Essen in Linden neu erfunden haben und jetzt Gleiches mit Trinken vor Ort versuchen.

Das Ihme-Rauschen befindet sich in einem ehemaligen, leider fensterlosen Umspannhäuschen der hiesigen Stadtwerke, in dem einst die Transformatoren rauschten und heute geschmeidiges Interior-Design den Gast elektrisiert. Wand an Wand mit dem 11A. Und daher wie gemacht, um hier vor dem Essen mit einem frischen Tropfen gepflegt anzustoßen oder hinterher bei einem schweren Tropfen zu versacken. Und genau das haben wir gemacht.

Auf nüchternen Magen: Wir nehmen am Tresen Platz und können vom Barhocker durch Fenster im Boden den Weinkeller bewundern. Kistenweise lagern da Granaten, wie der Kampftrinker sagt. Ein Blick in die Karte und es wird schnell klar, „offen“ wird hier deutsch getrunken. Interessante Weine von eher weniger bekannten Winzern. Dann mal los. Wir probieren einen Weißburgunder und einen Sauvignon Blanc. Der eine ist kräftig, der andere frisch, aber beide sind von ausgesuchter Qualität. Gut eingekauft, Chef! Wir verabschieden uns zufrieden zum Essen ins Restaurant.

Eine gute Stunde später: Bestens gesättigt und gut gelaunt haben wir nun Lust auf einen der hochklassigen Rotweine, die hier laut Ankündigung in der Tagespresse und im Web täglich „by the glas“ ausgeschenkt werden sollen. Das müssen wir aber irgendwie falsch verstanden haben, denn der Service offeriert uns auf Anfrage nach einem „großen Wein im Offenausschank“ zielgerichtet und charmant „etwas schönes rotes aus der Provence“. Das ist absolut richtig, ein toller Wein mit vollem Körper und starkem Charakter. Und das in Linden, wo man früher eher Eckkneipe und Bierschwämme erwarten durfte, statt Feinschmeckerbude und Weinlokal. Einfach nur 1 A.

(Dieser Artikel erschien in »Hannover geht aus«, Ausgabe Sommer 2010)

Sicher einer der besten Agenturkunden der Welt.

Ein Beitrag zum Themengebiet Arbeiten., geschrieben am 2. Dezember 2011 von Thomas Lasser

Die Autos von VW sind, na, sagen wir mal, Mainstream, und dagegen ist ja auch gar nichts einzuwenden. Mit einem VW Golf, schlicht schwarz, schicke Felgen, innen Vollausstattung, fällt man eigentlich nirgendwo auf. Eben. Was bei VW allerdings extrem auffällt, das ist die herausragende Qualität der Werbung, die man für die Marke seit jeher macht. Das ging in den 60er Jahren mit Bill Bernbach und seiner New Yorker Agentur DDB los. Zum ersten Mal zeigte Werbung, dass sie intelligent sein kann. Der Witz der Texte ist für mich bis heute nahezu unerreicht.

In diesem Jahr hat Deutsch Inc., L. A., eine Agentur aus der Lowe & Partner Worldwide-Gruppe, allein zwei TV-Spots entwickelt, die für mich zu den besten des Jahres gehören. Das Prinzip dabei ist seit Jahren eigentlich immer gleich: Eine überzeugende Idee. Eine hochwertige Produktion. Ein einziger Satz zum Schluss. Bang! Und der sitzt immer. Und zwar auf der Zwölf.

Für den neuen Passat war es The Force, der in den USA im Rahmen des Endspiels des Superbowls Premiere hatte. Das Ding mit dem Mini-Darth Vader, der so genial spielt, dass man genau weiß, wie er guckt, obwohl er doch diese Maske auf hat. Und für den 21st Century Beetle It`s back. So einfach, so smart, so klar. Du siehst den Spot und sagst einfach nur … ja! Der Wagen geht nicht nur absolut, sondern, der ist cool. Ein Auto, für Leute, die sich nichts mehr beweisen müssen. Jeder potenzielle Fahrer könnte auch noch einen Porsche 911 RS, Baujahr 1973, aktueller Wert in gutem Zustand < 150.000 € in der Garage haben. So für den Sommer. Oder einfach nur fürs Wochenende. Das Leute, das ist echt smart.

http://www.youtube.com/watch?v=2FGTySDWItY

 

 

… und gebloggt wird jetzt natürlich auch!

Ein Beitrag zum Themengebiet Anmerken., geschrieben am 30. November 2011 von Thomas Lasser

Lange habe ich darüber nachgedacht. Lange war das für mich aber überhaupt kein Thema. Doch zum Ende dieses alles andere als normalen Jahres lege ich jetzt los. Herzlich willkommen in meinem Blog. Hier schreibe ich ab sofort von Zeit zu Zeit über Dinge, die mir aufgefallen sind oder die ich loswerden will. Ich möchte aber auch Texte veröffentlichen, die ich gut finde und für die ich einfach zu faul bin mir einen Verlag zu suchen, der sie dann veröffentlicht. Sicher nicht jeden Tag, vielleicht auch nicht jede Woche, aber regelmäßig und je nach Jobsituation mal kurz oder lang.

Blogs lese ich seit 2003 regelmäßig, eines der ersten war das von Anke Gröner, einer gebürtigen Hannoveranerin, die auszog, um in Hamburg ganz viele tolle Werbetexte zu schreiben und nebenbei ein Blog mit schönen Einträgen. Erst ganz viel über Filme, dann kurz über Golf und in der letzten Zeit über gutes Essen und Trinken. Dazu macht sie sehr leckere Fotos. Ich habe großen Respekt vor ihr, weil ich es irre finde, wie jemand, der beruflich so viel schreibt, offensichtlich auch nach Feierabend noch so viel Lust dazu hat. Leute, haut doch mal auf den Link in der Blogroll, vielleicht wird sie dann ja auch für Euch ein Teil des täglichen Online-Lebens.

Ich? Ich muss jetzt mal dieses ersten Eintrag veröffentlichen. Kein großer Schritt für die Menschheit. Aber ein großer Schritt für mich.