Autoren-Archiv

Walulis sieht fern.

Ein Beitrag zum Themengebiet Arbeiten., geschrieben am 6. Januar 2012 von Thomas Lasser

Das war seit … 15 Jahren … oder so … mal wieder ein sehr guter Grund TELE 5 zu gucken. Lief mit vier Folgen im Dezember 2011 immer Donnerstags um 0.40 Uhr (!!!). Gutes Fernsehen, wahrscheinlich unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Macht ja auch irgendwie Sinn, wer will schon Quote. Bescheuert. Und zwar so was von.

Edit: Seit heute, 19.01.2012, auch für den Grimme-Preis in der Kategorie Unterhaltung nominiert.

Edit II: … und hat den am 13.03.2012 sogar gewonnen. Glückwunsch. Neue Folgen soll es im Herbst diesen Jahres geben.

www.walulissiehtfern.de

 

2012. Ab heute eine neue Geschichte.

Ein Beitrag zum Themengebiet Leben., geschrieben am 1. Januar 2012 von Thomas Lasser

Hier wird eine Welt konstruiert. Sie hat mit dem Universalen nichts mehr zu tun, sie hat die Ewigkeit verlassen. Wir sind an ihren Anfängen. Diese Welt ist zerbrechlich, dem Zufall unterworfen, vom Gleichgewicht weit entfernt, beweglich, erregend.

(Michel Serres)

In diesem Sinne … Euch allen ein irrsinnig schönes und unglaublich inspirierendes neues Jahr mit überraschenden Akzenten und besten Geschichten. Wenn mir in den nächsten 12 Monaten etwas besonders auffällt, dann schreibe ich darüber. Und zwar hier. Wenn`s passt. Und wenn`s interessant ist.

2011. Eine persönliche Bilanz in 289 Worten.

Ein Beitrag zum Themengebiet Leben., geschrieben am 28. Dezember 2011 von Thomas Lasser

Ist ja eigentlich bescheuert, aber immer zum Jahresende, da fängt man doch irgendwie an Bilanz zu ziehen. Was war. Wie wars. Was bleibt. Was kommt. Für 2011 kann ich nur sagen: Es war eines der turbulentesten Jahre aller Zeiten. Und wenn ich es auf zwei Wörter reduzieren müsste, dann wären das fürchterlich und wahnsinnig. Dazwischen spielte sich alles ab. Denn in diesem Jahr, da war echt alles drin.

Ich habe zum Beispiel die Kontakte zu vielen Kollegen intensiviert. Und dabei ganz überraschende Erkenntnisse gewonnen. Ich bin 45 geworden. Und habe das mit vielen guten Freunden gefeiert. Ich hab mir nach langer Zeit mal wieder ein Fahrrad gekauft. Und bin sogar bis Mitte November damit gefahren. Ich bin trotz eines Haufens alter Erinnerungen zur Formel 1 an den Nürburgring gefahren. Und es war ein ganz toller Tag in der Boxengasse und im Fahrerlager. Ich bin Fördermitglied im Sprengel Museum geworden. Und statt mir ´nen Flatscreen zu kaufen habe ich es gefördert. Ich habe mich Anfang November mitten auf den Kröpcke gestellt. Und für Mehr Museum Gießkannen und Schaufeln verscherbelt. Ich habe mich unterschiedlich neu inspirieren lassen. Und habe einen Haufen toller neuer Musik oder zurück zu alten Leidenschaften gefunden. Ich frage mich seit Monaten, wie viel Auto braucht der Mensch. Und ich habe wirklich beschlossen, im nächsten Jahr einen eher überraschenden Wagen zu kaufen. Schließlich habe ich noch dieses Blog ins Netz gestellt. Keine große Sache für die Welt. Aber eine kleine Herausforderung für mich.

Hey, 2011, du hast mich oft wirklich fassungslos gemacht, aber du hast mir auch eine Menge gegeben. Und du, 2012, schenkst mir jetzt bitte mal etwas mehr … na, sagen wir, Ausgeglichenheit. Damit ich in einem Jahr einfach nur euphorisch über dich schreiben kann. Das, das wär echt ziemlich nett. Deal?



A brilliant combination.

Ein Beitrag zum Themengebiet Hören., geschrieben am 25. Dezember 2011 von Thomas Lasser

 

 

 

da vinci. Das Multitalent.

Ein Beitrag zum Themengebiet Essen., geschrieben am 21. Dezember 2011 von Thomas Lasser

Döhren hat es gut. Denn Döhren hat etwas, was es leider nicht in jedem Stadtteil gibt: Ein richtig gutes italienisches Restaurant »gleich um die Ecke«.

Problem Eins: Ich wohne in einem Winkel von Hannover, in dem man zu Fuß nicht ein einzig wirklich akzeptables Restaurant erreichen kann. Außer man ist bereit, knapp eine halbe Stunde zu laufen. Problem Zwei: Als Büromensch habe ich es mir angewöhnt, zwei Liter Wasser am Tag zu trinken. Nach 18.00 Uhr kann ich das Zeug nicht mehr sehen und setze voll und ganz auf Wein. Problem Drei: Klar, ne?

Da haben es die Döhrener besser. Denn Döhren hat »dal 1993« das da Vinci. Ein klassisches italienisches Restaurant, das, dass muss ich leider sagen, alles kann. Nämlich auf die Gefahr, dort demnächst am Wochenende keinen Platz mehr zu bekommen. Antipasti? Mit die besten der Stadt. Pasta? Die Karte überzeugt mit soliden Klassikern und überrascht mit kreativen Kreationen. Pizza? Rundum gelungen, wirklich frisch und auch in kleinen Größen zu haben. Fleisch? Ich kenne, ehrlich gesagt, nur das Rinderfilet, und das ist spitze. Fisch? Die Auswahl ist klein und wechselt, aber Familie Pollicino kommt aus Neapel, legt also Wert auf alles, was aus dem Meer kommt und auf dem Teller landet. Wein? Eine große Auswahl und der Chef hat ein gutes Gefühl für angenehme Preise. Service? Einfach so wie er sein sollte, fix, freundlich, zuvorkommend. Und zwar immer.

All dies bestätigte sich auch wieder bei unserem aktuellen Besuch. »Halb-und-halb«, absolut köstlich, wobei ich das Vitello etwas besser finde, als das Carpaccio, dem fehlt es gern mal an der endgültigen Finesse. Gemischte Vorspeisen vom Buffet, ein kulinarisches Vergnügen, frisch und ausgezeichnet zubereitet. Als Zwischengang ein Pastagericht von der Tageskarte, das es sonst nicht gibt: Tagiatelle mit Parmaschinken und Walnüssen. Echt lecker und echt schade, dass ich das beim nächsten Besuch wohl nicht mehr in der Karte finde. Als Hauptgang möchte ich Fisch, Steinbutt vom Grill mit gemischtem Gemüse. Der wird gern vom Service filetiert, was man nutzen sollte, agiert der doch routiniert und erspart mir das lästige Grätengefummel. Der Plattfisch ist buttrig-zart, zergeht auf der Zunge und wird von einem frischen Weißwein aus Kalabrien begleitet. Der ist leicht und unkompliziert mit schönen fruchtigen Komponenten. Und zum Schluss? Wie immer. Limoncello!

(Dieser Artikel erschien in »Hannover geht aus«, Ausgabe Sommer 2011)

Danger Mouse & Daniele Luppi – »Rome«.

Ein Beitrag zum Themengebiet Hören., geschrieben am 18. Dezember 2011 von Thomas Lasser

Sag mal, Meister, weiste` noch, damals, als wir uns von 20 Mark Taschengeld im Monat immer eine LP für 16,99 Mark gekauft haben? Eine Scheibe im Monat! Und die lief dann einen Monat lang non-stop. Jeden Tag. Mehrmals. Am Ende kannte man jeden Song, jedes Solo, jeden Takt, in und auswendig. Rock und Pop waren kein digitales Konsumprodukt, sondern analoge Alltagskultur. Das ist leider selten geworden. Weil es leider auch immer weniger Alben gibt, die es sich lohnt einen Monat rauf und runter zu hören.

Rome ist da zum Glück anders, weil hoffnungslos veraltet gemacht in 2011. Das Ding ist irgendwo zwischen Italo-Western-Soundtrack und Easy-Listening-Trash angesiedelt, packt mich von der ersten bis zur letzten Rille und vermittelt mir einen völlig anderen Blick auf Norah Jones, die Track vier, Season`s Trees, besingt. Irre. Für mich das Highlight des gesamten Albums, das aber, ehrlich gesagt, nicht wirklich davor oder auch danach abfällt. Das heute in Studios überhaupt noch so etwas produziert wird … hat ja wohl auch insgesamt fünf Jahre gedauert. Knackiger E-Bass à la Bert Kaempfert inklusive. Toll. Dementsprechend: 8,5/10.

Dank iTunes nur einen Klick entfernt. 

Rome

Junge Schwedin!

Ein Beitrag zum Themengebiet Hören., geschrieben am 16. Dezember 2011 von Thomas Lasser

 

Markenkommunikation. Vom Feinsten.

Ein Beitrag zum Themengebiet Arbeiten., geschrieben am 14. Dezember 2011 von Thomas Lasser

Ich wollte hier eigentlich überhaupt gar nicht so viel über die Arbeit schreiben, im Gegenteil, aber ich komm nicht drum rum. Weil ich gerade ganz begeistert bin. Wie man über den visuellen Stil von Film in Verbindung mit Musik einer Marke einen ganz typischen Charakter geben kann. Da gibt es für mich gerade zwei super Beispiele: Nikon und Vodafone. Und beides kommt von … Jung von Matt, einer Agentur, die neben diesen beiden Topjobs leider auch mal Mist produziert. Aber diese beiden Cases sind der Hammer.

I am Nikon spielt mit der Sicht des Kunden auf die Marke. Die ist, was Du bist. Dass da auch noch dieses Wortspiel I am an Icon drin ist, macht das für einen Kamerahersteller erst recht genial. Tolle Filme, typische Musik, geniale Social Media-Verknüpfung, alles in allem ein knackiger Markenauftritt, den man sofort wieder erkennt.

Dann habe ich vor ein paar Tagen nebenbei den Fernseher laufen, keine Ahnung, was ich gemacht habe. Ich horche auf und denke, dass kann doch nur ein neuer Spot für Vodafone sein, der Nachfolger von Where are you … Und, richtig, anderer Film, neue Geschichte, außergewöhnliche Musik, aber irgendwie typisch Vodafone. Time to wander. Alles richtig gemacht im Schanzenviertel. Respekt.

http://www.youtube.com/watch?v=nGiSAA04t60&feature=list_related&playnext=1&list=SP8C0E5FB21F164E58

 

Für kein Geld der Welt …

Ein Beitrag zum Themengebiet Leben., geschrieben am 9. Dezember 2011 von Thomas Lasser

… werde ich zum ersten Mal in meinem Leben noch mit der Concorde fliegen können. Das wollte ich immer mal machen. Flug AF 001, Paris – New York. Dort früher, nämlich morgens, ankommen, als man in Charles de Gaulle, gegen mittag, los geflogen ist, Zeitverschiebung und Überschallflug sei dank. In knapp 18 Kilometern Höhe, ein Glas Dom Perignon in der Hand, ein Menü von Alain Ducasse auf dem irrwitzig kleinen Klapptisch vor mir und den Blick immer schön auf die First Class-Stewardessen gerichtet. Hat man ja schließlich mitbezahlt. Am 31. Mai 2003 war jedoch Schluss. Weil nicht ganz drei Jahre zuvor eine DC 10 der Continental Airlines ein Stück Blech beim Start verloren hat.

… werde ich ABBA noch mal live sehen können. Der Wunsch klingt jetzt vielleicht erst mal etwas bescheuert, aber ich halte die großen Hits der Band für epochale Klassiker der Popmusik. Toll komponiert, perfekt arrangiert. Da stimmte oft einfach Alles. Es gibt ja ABBA – The Movie und ein paar Livemitschnitte. Damals, Ende der 70er Jahre, hatten sie noch Lust aufzutreten, aber irgendwann wurde ihnen der Tourstress zu viel und man arbeitete nur noch im Studio. Selbst für 1 Milliarde $ für eine Reihe von Konzerten fanden die vier nicht mehr zusammen. Bleibt die spannende Frage: Wären die heute besser als in den 70ern, so wie ich das bei den Eagles ganz klar empfinde? Oder wäre ein Konzert nur enttäuschend?

… werde ich in Hannover noch mal ins ORLY gehen können. Diese sagenumwobene Disco im Keller des Kröpcke-Centers, in der ein Propellerflugzeug unter der Decke hing. 1982 bis 1985 war das. Die Musik, damals der Hammer. Neben all den Klassikern aus der Zeit kann ich mich vor allem noch an Herb Alpert erinnern, Rotation. Ich hüte bis heute ein Tape von Charles wie einen Schatz aus einer anderen Zeit. Die Anlage dort war richtig gut, vorher empfand ich Musik in solchen Läden immer nur als Krach, aber im ORLY was der Klang fast audiophil. Dazu gute Leute. Und ein für damalige Verhältnisse stylishes Ambiente. Die 80er halt.

Der Rest ist Geschichte.

Diese Coppolas.

Ein Beitrag zum Themengebiet Arbeiten., geschrieben am 6. Dezember 2011 von Thomas Lasser

Verdammt, warum bin ich nicht in so eine herrlich kreative Familie wie die Coppolas hinein geboren worden? Also praktisch als Thomas Coppola. Das wäre doch was … Francis Ford wäre dann Dad. Der Altmeister des US-Films, dazu noch Winzer, hätte mir mit 13 und mit Apocalypse Now im Kino erstmals das Fürchten gelehrt. Sofia, seine großartige Tochter, wäre dann meine Schwester. Ich halte sie für eine der besten Regiesseurinnen der Neuzeit, The Virgin Suicides, Lost In Translation oder Somewhere, gehören zu meinen liebsten Filmen der letzten Jahre. Und dann hätte ich ja auch noch einen Bruder, Roman. An sich Musik-Video-Mann, der jetzt aber gerade mit einen TV-Spot für Cloés Love um die Ecke kommt, der mich wirklich packt. Liegt am Model, Raquel Zimmermann, und am Song, She can´t love you von Chemise. Und am inszenierten Traum in beige. Wahnsinn. Vielleicht hätte er mich auch ja zum Dreh mitgenommen.

http://www.youtube.com/watch?v=r8Wpw3o_K3g